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Frankreich – ein beliebter Standort für Auslandsinvestitionen

Die Krise ist all gegenwärtig, doch Frankreich bleibt ein starker Partner für Auslandsinvestitionen. Allein im Jahr 2011 entschieden sich 120 deutsche Firmen, in Frankreich zu investieren. Was macht Frankreich so attraktiv?

A – Die Zugehörigkeit zur Europäischen Union

Was mit der europäischen Gemeinschaft 1950 begann wurde 1957 zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft mit einem Markt, der nun seit 60 Jahren zu unserem wirtschaftlichen Leben dazugehört. Innerhalb der Europäischen Union schätzen wir die Warenverkehrsfreiheit (mit den gesenkten Zolltarifen seit 1957, schließlich verabschiedet 1968), den freien Kapital- und Zahlungsverkehr (seit 1988), den freien Personenverkehr (seit 1995) und nicht zuletzt seit 2006 die Dienstleistungsfreiheit. Der europäische Handelsverkehr wurde damit zugänglicher, unkomplizierter und kostengünstiger. Nationale Rechtsvorschriften sind immer mehr der Europäischen Rechtsordnung untergeordnet und das internationale Privatrecht gewinnt damit erheblich an Bedeutung.
Im Zuge des fortschreitenden Harmonisierungsprozesses innerhalb der Europäischen Union stellt es einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar, als Unternehmen in unterschiedlichen EU-Ländern vertreten zu sein, sowohl im Hinblick auf die Repräsentation vor Ort als auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit. Neben den klassischen nationalen französischen Niederlassungsformen (Repräsentanz/Verbindungsbüro, Zweigniederlassung oder Tochtergesellschaft) werden dem deutschsprachigen Investor auch zwei europäische Werkzeuge zur Verfügung gestellt: die europäische Aktiengesellschaft und die europäische wirtschaftliche Interessensvereinigung. Damit werden länderübergreifende Operationen erleichtert und die Bereitschaft für Auslandsinvestitionen gefördert.

B – Standort Frankreich

Deutschland und Frankreich sind unbestritten jeweils füreinander der größte Handelspartner. Frankreich ist neben Belgien und Großbritannien eines der für Auslandsinvestitionen attraktivsten Länder in Europa.
Die französischen Rahmenbedingungen begünstigen grundsätzlich die Gründung von Unternehmen. So stärkt Frankreichs erstklassig ausgebaute Infrastruktur, die exzellent ausgebildeten und produktiven Arbeitskräfte, administrative Effizienz und die dynamischen Bevölkerungsstruktur das Vertrauen der ausländischen Investoren.
Die Steigerung des allgemeinen Ausbildungsniveaus der erwerbsfähigen Bevölkerung hat Eigenschaften wie Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Eigeninitiative gefördert.
Zudem ist Frankreichs Rechtsordnung kontinentaleuropäisch geprägt, so dass sich die einzelnen Arten von Rechtsquellen nicht wesentlich vom deutschen Recht unterscheiden. Diese Öffentlichkeit und Transparenz des französischen Rechtssystems geben jedem ausländischen Investor erhebliche Zuverlässigkeit, weitreichende Zugänglichkeit und absolute Rechtssicherheit. Nahezu unverzichtbar für die Durchsetzung von Ansprüchen aus Wirtschaftsbeziehungen mit Frankreich sind die verfahrensrechtlichen Möglichkeiten in Frankreich, die insbesondere ein international konsequentes Forderungsmanagement erlauben.

C- Fazit

Der durchschlagende Erfolg einer Investition in Frankreich oder der effizienten Abwicklung eines deutsch-französischen Geschäftsverhältnisses hängt insbesondere davon ab, wie gründlich die Operation vorbereitet und begleitet wird. Eine kompetente, kompetente Beratung insbesondere in vertraglichen, gesellschafts-und arbeitsrechtlichen und steuerlichen Aspekten ist daher unerlässlich um die Interessen des Investors rechtsfreundlich optimal umzusetzen, flexibel zu gestalten und zukünftigen Risiken vorzubeugen.

Autorin des französischen Teils: Me Cécile Dekeuwer (c.dekeuwer@lexinit.com)

Autorin des dt. Teils Petra Kuhn

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